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MOZ: „Blumberg weiter ohne DSL" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Philipp Schöning   
Mittwoch, 21. Juli 2010
MOZ Artikel vom 21.07.2010: "Blumberg weiter ohne DSL"

Blumberg weiter ohne DSL

Ertüchtigung des Glasfaserkabels wird erst 2012 erwartet


Blumberg
(au) Philipp Schöning ist genervt: Seit Jahren kämpft er mit seiner Initiative DSLnachBlumberg" für einen schnellen Internetzugang. Doch passiert ist nach seiner Meinung bisher nur wenig. Es wurde in der Vergangenheit so viel versprochen, nichts ist wirklich eingetreten," sagt Schöning.

Im Barnim seien vor allem die berlinnahen Gemeinden wie Wandlitz, Ahrensfelde, Werneuchen und Bernau betroffen. Aus den dortigen Verwaltungen höre man selten bis gar nichts darüber, dass Bemühungen gemacht werden, um die Situation zu verbessern, so Schönings Vorwurf. Die Folgen sind für den jungen Mann dabei klar.

Viele Firmen würden abwandern und sich in anderen Orten niederlassen. Auch der Blumberger will seinen Heimatort verlassen - wenn sich das Internet-Problem bis dahin nicht gelöst hat.

Dabei laufen im Barnim für alle unterversorgten Flecken entsprechende Anstrengungen, um die Bevölkerung mit einem leistungsfähigen Breitband-Internet zu versorgen. Wir beziehen alle Fördermöglichkeiten und Techniken ein", sagt der Geschäftsführer der Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft (Wito) mbH, Rüdiger Thunemann.

Er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Schorfheider Ortsteil Lichterfelde gerade erst angeschlossen wurde.

Allerdings, räumt Thunemann ein, gab es Verzögerungen bei der Realisierung von bereits geplanten Projekten, so in weiteren Ortsteilen von Schorfheide, in Wandlitz sowie im Amt Britz-Chorin-Oderberg. Der Grund dafür war ein Fördermittelstopp beim Land. Er wurde nun aber aufgehoben, so dass die Arbeiten vorangehen können", betonte Thunemann.

Blumberg, so der Wito-Geschäftsführer weiter, hätte bereits im Sommer 2009 eine DSL-Lösung haben können. Ein Anbieter stand in den Startlöchern, um Blumberg und Mehrow mit Funk-DSL zu versorgen. Aus mehr als 180 Absichtserklärungen wurden nicht einmal 30 Verträge". Das Projekt scheiterte. Nun müsse man auf die Ertüchtigung des bereits liegenden Glasfaserkabels setzen, die ab 2012 erwartet wird, so Thunemann.

Mein Kommentar: Thunemann macht wieder einmal nur Vorwürfe statt Lösungen zu präsentieren, mehr passiert in der Sache nicht. Da Blumberg beim Land Brandenburg nicht als ländlicher Raum zählt, gibt es sowieso keine Fördermittel aus dem LEADER Programm (GAK), höchstens GRW Fördermittel. Das Funk-DSL keine Alternative zu dem bereits erhältlichen UMTS ist, das sollte auch Herrn Thunemann erkenntlich sein. „Das Glasfaserkabel" muss übrigens nicht ertüchtigt werden, die Technik in der Vermittlungsstelle und vor Ort muss getauscht/umgebaut werden, damit das Glasfasernetz höhere Bandbreiten bereitstellen kann. Ob dann dabei xDSL-Technik zum Einsatz kommt ist fraglich.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 18. Januar 2011 )
 
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